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Willkommen in unserem Weblog mit Beiträgen rund um den Themenkreis deutsche Sprache.

Duden, Band 9: Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle (2016)

duden9.jpgWelche drei Bände aus der Dudenreihe sind für die tägliche Textarbeit unverzichtbar? Hier sind sicher zunächst Band 1 und Band 5 zu nennen, also der Rechtschreibduden und das Fremdwörterbuch, die gemeinsam praktisch den kompletten Wortschatz der deutschen Sprache abdecken. Abschließen sollte man die Trilogie aber unbedingt mit dem »Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle«, welches mittlerweile in der 8. Auflage vorliegt. Es hilft zuverlässig dort weiter, wo die erstgenannten Wörterbücher an ihre systemischen Grenzen stoßen – nämlich wenn es darum geht, was als »richtiges und gutes Deutsch« (Untertitel) anzusehen ist.

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Julian von Heyl in Rezensionen am 14.06.17 | Kommentare (0)

Intention versus Intension

Unterscheiden sich Fremdwörter nur in einem Buchstaben und sind sie sich dann auch noch in der Aussprache sehr ähnlich, ist die Verwechslungsgefahr groß. Dies ist auch bei Intention und Intension der Fall – zwei Begriffe, die gleich dekliniert werden und beide aus dem Lateinischen kommen, sich aber in der Bedeutung unterscheiden.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 29.05.17 | Kommentare (0)

Der Vorstand, die Vorständin

Obgleich die Vorständin als weibliche Form zum Vorstand schon länger im Duden verzeichnet ist, wirkt diese Bezeichnung auf viele befremdlich – und wird von Sprachhütern teils vehement abgelehnt. Wir werfen einen kurzen Blick auf die Begriffsfamilie rund um den Vorstand.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 20.05.17 | Kommentare (1)

Worte oder Wörter?

Geht es um den Plural von Wort, muss sich die Sprachgemeinde mit gleich zwei Pluralformen herumschlagen: die Worte oder die Wörter. Diese sind keineswegs austauschbar, sondern unterscheiden sich vom Sinn her. Speziell bei Komposita fallen diese Unterscheidungen oft diffiziler und subtiler aus, als es zunächst den Anschein hat.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 17.05.17 | Kommentare (3)

gewöhnt versus gewohnt

Wenn man mit etwas vertraut ist, ist man dann daran gewöhnt oder gewohnt? Die beiden Adjektive haben eine recht ähnliche Bedeutung, werden im Satz aber unterschiedlich verwendet.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 11.05.17 | Kommentare (0)

Darlehen oder Darlehn?

Beim Begriff Darlehen für einen Bankkredit bzw. für privat geliehenes Geld stößt man auch auf die Schreibvariante Darlehn. Häufig wird dann gerätselt, ob es sich um eine umgangssprachliche Verkürzung oder eine orthografisch korrekte Nebenform handelt.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 02.05.17 | Kommentare (1)

Die seeerfahrene Armee-Einheit

Wenn drei gleiche Buchstaben aufeinandertreffen

Das Zusammentreffen dreier gleicher Buchstaben führt häufig zu Schreibweisen, die weder schön aussehen noch gut lesbar sind. Nach neuer Rechtschreibung ist es in solchen Fällen zumeist erlaubt, einen Bindestrich zur Verdeutlichung der Trennfuge zu setzen. Doch wann sollte man dies tatsächlich tun, und wann ist eher die Zusammenschreibung zu bevorzugen?

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 04.04.17 | Kommentare (0)

abnorm, abnormal, anomal, anormal und unnormal

Will man ausdrücken, dass etwas von der Norm, vom Gewöhnlichen oder von der Regel abweicht, bietet die deutsche Sprache eine verwirrend große Auswahl an. Worin bestehen denn eigentlich die Unterschiede zwischen abnorm, abnormal, anomal, anormal und unnormal? Zum Teil überschneiden sich die Bedeutungen; dennoch gibt es semantische Differenzierungen, wann man was sagt.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 25.10.16 | Kommentare (0)

aus aller Herren Länder

Kommen Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern, so nutzt man häufig die Redewendung »aus aller Herren Länder«, wobei das Genitivattribut »Herren« hier als »Herrschenden« zu lesen ist, also »Machthaber«. Es ist offensichtlich, dass die Wendung noch aus Zeiten stammt, in denen die Monarchie die vorherrschende Staatsform war.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 12.09.16 | Kommentare (0)

100-jähriges Jubiläum

Feiert man den Jahrestag einer Firmen- oder Vereinsgründung, so spricht man auch von einem Jubiläum – der Begriff geht zurück auf das von Papst Bonifatius VIII. im Jahre 1300 eingeführte christliche Jubeljahr, das alle hundert Jahre Kirchenstrafen erließ. Doch kann man wirklich von einem 100-jährigen Jubiläum sprechen? Man bemerkt schnell den logischen Fehler: Schließlich besteht nicht das Jubiläum seit 100 Jahren, sondern das Unternehmen oder der Verein.

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Julian von Heyl in Kurz erklärt am 03.09.16 | Kommentare (1)